Das Meinungsgesinnungskartell

Dieser schöne Begriff stammt leider nicht von mir – ärgert mich, denn da hätte ich auch draufkommen können. Er ist von Thomas Lundin, einem schwedischen Journalisten, der im Internationalen Frühschoppen (ab 8:00) am 10. Januar den Stimmungsumschwung in Sachen Flüchtlingspolitik wie folgt erklärte:

“Es hat zu lange eine Stimmung der political correctness gegeben. In Schweden gab es ein Meinungsgesinnungskartell über Jahre. Es durften die Probleme, die die Menschen plötzlich in ihrem Alltag erfuhren, durfte nicht drüber gesprochen werden. Irgendwann passt das nicht mehr zusammen mit der Wirklichkeit und das ist jetzt geschehen.”

Schweden ist weiter. Bei uns wird das Meinungsgesinnungskartell symptomatisch von Anja Reschke und Dunja Hayali angeführt. (Letztere kenne ich nicht so gut, weil ich morgens nicht fernsehe, sondern schlafe und mich die senile Bettflucht noch nicht ereilt hat.) Laut Henryk M. Broder (die Evelyn zuckt jetzt zusammen) soll sie die Erfinderin des schönen Spruches „Nicht Ausländer sondern Arschlöcher belästigen Frauen“ gewesen sein. Das ist übrigens der Trick, den man in jedem Rhetorik-Seminar lernt: Unangenehme Dinge in sicheres Fahrwasser zu ziehen. Als Beispiel fällt mir dazu etwas in Pälzisch ein:

Ein Schüler wurde vom Lehrer über Afrika abgefragt, aber davon verstand er nichts, denn sein Spezialgebiet waren Würmer. Er begann: „In Afrika ist es viel wärmer. Die Wärmer teilt man ein in Fadenwärmer, Bandwärmer, Spulwärmer …“

Also die Diskussion weg von den Refutschis und hin zu den notgeilen Männern ziehen. Die Ethnie wurde ideologisch wegseziert. Wer das auch gut kann ist die „Bloggerin“ (so stellt das zdf sie immer vor) Anne Wizorek, die in Wikipedia als Netzfeministin geführt wird. Leider erklärt Wikipedia nicht, was eine Netzfeministin ist und was so eine den ganzen Tag macht. Vielleicht speaken? Da sie ihr Studium nicht abschloss, ist sie jetzt Media-Consultant. Da muss man nicht unbedingt was können. Die Rezensionen ihres Gendergaga-Buchs Weil ein Aufschrei nicht reicht sind auch dementsprechend bescheiden („Inhaltlich zwischen absurd und schwachsinnig“). Der Inhalt ihrer Webseite spricht für sich.  Aber sie scheint in den Mädchennetzwerken gut vernetzt zu sein. Deren Quark lese ich im allgemeinen nicht, weil es mir bis jetzt noch nie gelungen ist, einen Kommentar dort zu platzieren. Dabei war ich immer ausgesprochen höflich. Ich wollte eigentlich nur wissen, was eigentlich die eigene Oma sagen würde, wenn sie ihr den geschriebenen Artikel vorlesen würden.

Ich habe in dem Beitrag Silvester op Kölsch erwähnt, dass die Website „prinzessinnenreporter.de“ so unterirdisch ist und kritische Kommentare nicht veröffentlicht werden: Das Armutszeugnis der Prinzessin kann hier nachgelesen werden: „Es gibt kein Grundrecht auf Leserbriefveröffentlichung“ steht da dick und fett und darunter meine zweite und letzte Zuschrift: „Keinen Mumm, um meinen Text zu veröffentlichen? Ich liebe diese Art der Demokraten, die den Alleinvertretungsanspruch für die Wahrheit haben – wie die Faschisten.“ Die finden das sogar noch originell. Wie gesagt – diese Feministenwelt bleibt mir für immer verschlossen. Spätestens jetzt wüßte ich, dass die Monarchie dringend abzuschaffen wäre. Klickt die mal an, denn die Zugriffszahlen der Prinzessinnen sind nicht so berauschend, obwohl diese Seite gnadenlos gepushed wurde!

Bei Texten wie diesem frage ich mich, ob das Ernst, Spaß oder Satire ist. Ich kapiere das nie. Ich liebe da eher den Klartext einer Birgit Kelle. Da muss ich auch nicht nachgucken, was ein cis-Typ ist.

Ich will mal ein zwei Beispielen verdeutlichen, wie das Meinungsgesinnungskartell bei uns arbeitet.

Erstes Beispiel:

Da hat der kleine Prinz Sebastian Krumbiegel sich an das Schema „Wizorek“ gehalten und gemäß des Prinzenliedes Du musst ein Schwein sein auf dieser Welt die taharrush gamea auch entethikt (© Altermann) und auf Männer-Stammtischniveau gebracht: „Sie sollen es nicht so aufbauschen, dass so etwas passiert ist völlig normal wenn soviel Männer zusammen kommen und etwas trinken“, da sprangen ihm nicht nur alle Feministinnen im übertragenem Sinne mit ihren nackten Ärschen ins Gesicht. Der Shitstorm tobte und beim Plasberg hat sich der Prinz überschwenglich (kommt von Schwengel) dafür entschuldigt (er saß ja auch neben der Anja). Als Offizier bei den Preußen wäre der Gebrauch der Pistole angemessen gewesen. Was mich daran stört ist die Empörungswelle, die sofort zu schwabben beginnt, wenn Unbotmäßiges gesagt wird. Die gesellschaftliche Sanktionsmechanik springt sofort an. Wenn die Prinzen zusammenhocken und sich die Kante geben und so etwas passiert, dann hat der Sebastian vielleicht zu viel aus dem Nähkästchen geplaudert – was auch immer, aber das ist doch kein Hinrichtungsgrund! Als Medienberater hätte ich geraten: Beende Dein Statement mit dem Satz: Ein Teil meiner Antwort würde Sie nur verunsichern.

Zweites Beispiel:

Da plappert die freie Mitarbeiterin Claudia Zimmermann bei einem holländischen Sender:

„Wir sind öffentlich-rechtlicher Rundfunk und darum angehalten, das Problem in einer mehr positiven Art anzugehen. Das beginnt mit der Willkommenskultur von Merkel bis zu dem Augenblick, als die Stimmung kippte und es mehr kritische Stimmen im Rundfunk und auch von der Politik gab.“

Sofort kommt natürlich der WDR mit dem Hammer und Frau Zimmermann kuscht. Die Äußerungen von Frau Zimmermann waren natürlich total falsch. Der Tom Buhrow ist nicht so dumm und schreibt so etwas auf ein Stück Papier, das dann im Rundlauf durch den Sender geht. Spätestens im Deutschunterricht hat man gelernt, was der Lehrer (damals), heute die Lehrerin, gerne hört und was nicht. In einem funktionierenden, rückgekoppelten System, bedarf es keiner Worte. Im Gegenteil: Wenn es der Worte bedurft hätte, wäre etwas aus dem Ruder gelaufen. Jeder Einzelne ist nur seinem Gewissen verpflichtet und keiner Partei oder Regierung.

Alle wissen, dass im WDR lauter aufrechte Personen sitzen, die im Dritten Reich in den Untergrund gegangen und sich dort als Widerstandskämpfer einen Namen gemacht hätten. In keinem Fall hätten sie sich dem System angedient oder gar Entscheidungen für sich getroffen, die mit der herrschenden Nazi-Ideologie in Einklang gewesen wären.

Nein, Sie hätten dem Nationalsozialismus die Stirn geboten und sich nicht als besonders engagierte Nationalsozialisten dargestellt, höchstens als besonders engagierte Anti-Nationalsozialisten, heute jedenfalls (ob auch in den 1940er Jahren, als Leib und Leben davon abhängig waren, dass man sich fügt, das wollen wir einmal dahingestellt lassen).

Frau Claudia Zimmermann, das Dementi kommt zu spät und es würde mich sehr wundern, wenn Sie von diesem Sender jemals wieder einen Auftrag bekämen. Ich werde das verfolgen.

Beide Beispiele zeigen, dass Meinungsäußerungen an sich nie falsch oder richtig sein können. Es sind und bleiben Meinungsäußerungen. Eine Aussage „Der Hitler war der größte Verbrecher der Weltgeschichte“ ist falsch oder richtig nur im Kontext zur Zeit und Ort. Diese Aussage 1940 in Berlin geäußert, hätte zu anderen Konsequenzen geführt, als im Jahre 2016 beim Empfang des israelischen Botschafters. Erst wenn der umgekehrte Weg zu keinen persönlichen Nachteilen oder Sanktionen führen würde, wäre Meinungsfreiheit wirklich erreicht. Man kann in der Bundesrepublik relativ mehr sagen als in der Türkei, aber im Vergleich zu den USA eigentlich nicht.

Die Luft für Meinungsfreiheit wird in Deutschland immer dünner. Der Analyse von Jan Fleischhauer kann ich nur zustimmen. Wenn eine Frau Malu Dreyer bestimmen kann, wer im Fernsehen mit ihr auftritt und wer nicht und dieses mal der SWR – und nicht der WDR – der nicht von Frau Dreyer, sondern auch von Wählern der AfD zwangsfinanziert wird, da auch kuscht, dann stimmt etwas nicht. Hoffentlich werden die Wähler in Rheinland-Pfalz am 13. März ihr die richtige Antwort geben.

Übrigens, der SWR hätte „Eier“ gehabt, wenn er die Sendung ohne Frau Dreyer durchgezogen hätte – aber das wäre ja mutig gewesen.

P.S. Meine Antwort zu dem Spruch „Nicht Ausländer sondern Arschlöcher belästigen Frauen“: Da wir in unserem Land schon genügend Arschlöcher haben, brauchen wir nicht noch welche zu importieren. Dazu passt dieses Video zur Kölner Waschlappenmentalität:

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41 Antworten auf Das Meinungsgesinnungskartell

  1. Pjotr56 sagt:

    Habe gerade bei Telepolis folgenden Artikel gefunden und empfehle ihn zu lesen:
    „Gefangen in einer Haltung aus Neid und Hass“ – Auf der Suche nach einer neuen Realpolitik
    Bei Migranten aus den Maghreb-Ländern ist die Kriminalitätsrate viel höher als bei Syrern. Woran liegt das und wie kann eine vernünftige Reaktion aussehen?
    weiter:
    http://www.heise.de/tp/artikel/47/47195/1.html

  2. Wolf Köbele sagt:

    Zu Helis „Scheißeficker“. Die scheint es wirklich zu geben, zumindest werden sie fachsprachlich benannt: Koprophile. Vielleicht eine Untergruppe der Antifanten.

  3. Erich sagt:

    Hab meine Zeitkapsel gerade mit Hilfe der chinesischen Hotline neu kalibriert, die können inzwischen verdammt gut Englisch und sich sogar in Deutsch verabschieden, war eine nette Geste! Von der Mao-Bibel wußte die nette Person allerdings auch nichts, haben wahrscheinlich auch das G-8 eingeführt. Ich gebe also mein ursprüngliches Zeitziel ein und was finde ich? Das hier: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bahn-schwarzfahrerin-wirft-ice-zugbegleiter-missbrauch-vor-a-1073170.html#utm_source=print#utm_medium=medium#utm_campaign=plista&ref=plista Ich bin erleichtert, endlich wieder zu Hause, keine braunen Horden mehr, sondern ehrlich unanständige Zugbegleiter, die kleinen Mädchen an die Bluse fassen, Was bin ich beruhigt. Und welche Ungnade der heutigen Zeit, früher waren die Schaffner Staatsbedienstete. Zu der Zeit hätte die Schlagzeile gelautet:“ Besorgter Schaffner überprüft korrekten Sitz eines zu eng anliegenden Bustiers aus Sorge um gesundheitliche Spätfolgen.“ Danke Schaffner! Die braunen Horden treiben nun allerdings ihr Unwesen in der ehemals sowjetisch besetzten Zone, wobei sie den gleichen Gendefekt wie Michael Jackson zu haben scheinen, außen sind sie nicht mehr braun. War Michaels Vater GI in dieser Zone und sexuell hyperaktiv? ( Fortsetzung folgt.)

    • Blogwart sagt:

      Könnte ein Tipp sein, wie man als Frau ohne Fahrschein die Republik bereist. Ich meine ja nur. Was sagt da die Innung der Zugbegleiter? Oder war das ein Verständnisfehler? Hat der Zugbegleiter statt unbegleitete Flüchtling*_in, unbekleidete Flüchtling*_in verstanden?

      • Erich sagt:

        Geht viel einfacher, zieh dir eine Burka über egal ob Mann oder Frau oder Cis ( für Musiker die Terz im A-Dur!) oder der andere Schwachsinn, den ich mir ohnehin nicht merken kann, Django zahlt heut nicht! https://www.youtube.com/watch?v=4AJF-Sooono

        • Blogwart sagt:

          Ich lass das gerade noch durchgehen, da die meisten, die diesen Uraltwitz noch kannten, mittlerweile tot sind und die Flitschergeneration den vielleicht nicht kennt. Die fragen mich: Wer ist Django?

  4. Erich sagt:

    Spiegel-Online hat tatsächlich noch immer unbequeme Seiten,ich kanns kaum glauben was da steht.http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46174775.html
    Ah, die verdammte Zeitkapsel, hat die mich doch glatt wieder ins falsche Jahrzehnt geschickt. Ist noch aus alter chinesischer Produktion, werde das mal reklamieren!

  5. Pjotr56 sagt:

    Klaus Baum schreibt unter der Überschrift „Wer nicht denken will, ist faul“ zutreffendes zum Thema:
    https://klausbaum.wordpress.com/2016/01/21/wer-nicht-denken-will-ist-faul/

    So.
    Alles gelesen? Komplett, bis zum Schluss?
    Gut!
    Dann denkt jetzt mal ne 1/4 Stunde drüber nach.
    Viertelstunde, das schafft ihr (Ekenga)
    😉

  6. palina sagt:

    off topic
    Live: Moldawien – Stürmung des Parlaments in Hauptstadt Chisinau
    https://deutsch.rt.com/live/36393-live-moldawien-sturmung-parlaments/

  7. Heidi Preiss sagt:

    Der WDR – unter Nowottny ging es noch; habe selbst unter ihm gearbeitet. Und Monika Piel – nein, die ist mir Sicherheit nicht aus Krankheitsgründen gegangen worden; sie billigte den freien Journalisten zuviel „Freiheit“ in ihren Kommentaren zu. Erinnere hier an Hubert Maaeßen und Randi Crott, wunderbare ehrliche Menschen bzw. Journalisten, die alles punktgenau moderierten. Beide verehre ich bis heute. Seit diesem Stiefelküsser Buhrow ist alles anders geworden. Nur die, die einen Maulkorb tragen, haben eine Chance.
    Wer heute das Medienkartell regiert und bestimmt, sind eindeutig diese Friede Springer und diese unsägliche Liza Mohn (mit einem Lektor verheiratet, ließ sich in dieser Zeit von Mohn mehrfach schwängern, der sich dann später doch ehelichte). Ja, so schafft man das als Zahnarzthelferin (nicht abwertig über diese Berufsgruppe zu verstehen) bis in die Regierungsspitze.
    Hier denkt mal bitte an die Rede von John Swinton, Altmeister des New Yorker Pressecorps, anlässlich seiner Pensionierung.

    Hier zum gleichen Thema den ehem. Spiegel-Journalist Harald Schumann:

    http://www.youtube.com/watch?v=d1utkEbQraU

    Chris Hedges : http://www.youtube.com/watch?v=Gur8sqPBsgo
    (Mythos der freien Presse).

    Übrigens, das bringen unsere Propagandasender: seit 2015 erläutert der Deutschlandfunk in einer neuen Sendereihe den Koran; jeweils freitags 9:55 h wird ein Koranvers vorgetragen. In einem staatlichen Sender wird also Propaganda für den Islam gemacht.
    Es scheint so, als ob unsere Kinder später in einem Mekka Deutschland leben.

    Nur noch kurz. Edward L. Bernays: „Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, ist es möglich, die Massen ohne deren Wissen nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern.“

    Zitat von das Merkel in 2013: „Wir verändern gerade die Welt, ich arbeite jedenfalls daran.“

    Also, normalerweise müsste diese Dame schon das Zeitliche gesegnet haben, wie sagte sie noch in 2012: „Es gibt keine gesamtschuldnerische Haftung, solange ich lebe.“

    Sie ist aber immer noch da.

    • osthollandia sagt:

      Unter Piel habe ich auch im WDR gearbeitet, allerdings in der IT, da bekommt man so manches mit.

      Und immerhinhat Kim Otto damals einen Preis gewonnen. Für wirklich investigativen Journalismus und völlig zu Recht.

      • Heidi Preiss sagt:

        Ja, man braucht hier wiederum nur einen Vergleich zu Reschke zu ziehen, die in gewissen Sendungen ja vor Überheblichkeit sozusagen platzt.

        Also, vor IT-Spezies habe ich großen Respekt. Bei mir ist hier der Spruch relevant: dumm, dümmer geht es nicht.

  8. Uschi Peter sagt:

    Die political correctness war außer Kraft gesetzt, als es in den 90er Jahren darum ging, die DDR -Bürger zu diskriminieren. Bei jedem Ganoven wurde auf seinen östlichen Geburtsort verwiesen, auch wenn er schon sein ganzes Leben West-Bürger war. War er aber aus der BRD und wohnte im Osten, wurde wenigstens der Wohnort als sein besonderer Makel erwähnt. Seit einigen Jahren lässt das nach, da hat man die Russen als Buhmann. Die jungen Täter heute sind ja auch schon im kapitalistischen Westen sozialisiert. Wie sich die Zeiten ändern. Oder nicht?

  9. osthollandia sagt:

    Ergänzung, weil man es gar nicht oft genug sagen kann:
    Toleranz kommt von tolare, was aushalten oder auch ertragen bedeutet.
    Ich toleriere die AfD und die Mulime. Ich halte es aus, dass es sie gibt. Das bedeutet NICHT, dass ich Sympathien hätte, weder für die einen, noch für die anderen. Das Prinzip der Toleranz ist in unserem Grundgesetz verankert und fußt auf dem Menschenbild des Philosophen Kant. Man findet es im Recht auf Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit, Koalitionsfreiheit, Versammlungsfreiheit etc.

    Der AfD einen Versammlungsraum zu verweigern bedeutet gerade nicht, tolerant zu sein, es bedeutet intolerant zu sein und damit demokratiefeindlich. Und Kampf gegen rechts, also gegen Unterdrückung von Meinung und Errichtung einer Diktaur, heißt eben gerade nicht, dass man PEGIDA mit Pflastersteinen bewerfen darf. Auch dann nicht, wenn die SPD einen dafür bezahlt. Das bedeutet nur, dass man an der Unterdrückung einer Meinung und der Errichtung einer Diktatur mitwirkt, nur eben von links. Und das gleiche gilt für die Verharmlosung oder das Aufbauschen von Verbrechen aller Art.

    Der Islam als solcher hat eine andere Philosophie als Grundlage. Die Philosophie des Grundgesetztes ist jene von Kant (alle Menschen sind gleich geboren an Rechten), die der Diktatur von Monarchien, Musolini oder Hitler folgt Hegel (das Volk ist Untertan, alle Macht geht vom Herrscher aus). Die Philosophie des Islam folgt Mohammed und ist allenfalls mit der Philosophie von Hegel verträglich.

    Was hier passiert ist die Einführung der Diktatur mit der Unterdrückung der Meinungsfreiheit, die Aufhebug der Gewaltenteilung und die Einführung einer neuen Ständegesellschaft.

    • Heli sagt:

      Ich stimme voll zu!

      Bis auf (Vorsicht Satire!) den Hinweis auf Kant . Kant geht gar nicht.

      Prof. Malte Brinkmann „Ich halte an der Humboldt-Universität zwei Vorlesungen, eine vor 200 und eine vor 400 bis 500 Studierenden. In der kleineren haben sich drei gegen Kant gewendet, weil er angeblich Rassist gewesen sei und in einigen seiner Schriften Begriffe auftauchen, die diskriminierend seien, etwa der im 18. Jahrhundert übliche Begriff des „Wilden“. So etwas sollte aus Sicht dieser Studierenden nicht gelesen werden.

      http://derstandard.at/2000029219680/Erziehungswissenschafter-Die-Schueler-lernen-so-Unaufmerksamkeit

      Und jeden Tag frage ich mich: Waren wir in diesem Alter auch so voll verblödeter Arroganz? Mir macht diese Entwicklung Angst! Die Diktatur der unreifen Selbstgerechten.

      • osthollandia sagt:

        Vergleich doch mal die ansichten über den unschuldigen und edlen Wilden mit den kolportierten Ansichten über unsere Refudschies…

        Und NEIN, wir warennicht so. Zu unserer Zeit waren Schulen noch Bildungsanstalten, heute vermittelt man „Kompetenzen“. Und Eltern haben mit Dir unter Garantie nicht diskutiert, ob man als 18 Monate altes Kleinkind auf die heißte Herdplatte fassen sollte oder auch nicht, man hat Dir „ein paar auf die Finger gehaun“, damit Du das eben nicht machst. Die Eltern haben Dich beschützt.

        • Hen Dabizi sagt:

          „Zu unserer Zeit waren Schulen noch Bildungsanstalten…“
          Da war man ja auch noch der irrigen Meinung, dass Bildung etwas mit ‚Lernen‘ zu tun hat. Das mit den Kompetenzen ist ja nicht per se falsch, aber früher nannten wir das (im Osten zumindest) „Wissen und Können“. Können geht nicht ohne Wissen und Wissen geht nicht ohne Lernen.
          Tja, liebe Kinder, das Leben ist eben kein „Ponyhof“. Oder ihr wollt den doch unbedingt Politiker wereden. Da reicht ein schlechter Charakter.

        • Heli sagt:

          Osthollandia: Beschützen ist der Schlüsselbegriff!
          Beschützen und sukkzessive in altergerechte Verantwortung hineinwachsen lassen. Jetzt werden Eltern , die das ernst nehmen sogar gezwungen zu akzeptieren, dass man die Kinder schon in der Kita mit Pimmel-Puppen für ihre „Bestimmung“ zu präparieren: Fickmaterial zu sein!

          Neben mir im Restaurant:
          Mama mit ca. 4 jähr. Kind:
          Was hättest Du gerne: dies oder das?
          Kind trifft schnell seine Entscheidung. Bravo!
          Aber Mama macht ein neues Angebot: Oder vielleicht lieber: selles oder jenes ?
          Kurze Überlegung, dann klare Entscheidung!
          Aber die durch und durch „liebe,fürsorgliche“ Mama setzt noch einmal an zur nächsten Runde .

          Jetzt fängt das Kind endlich an verzweifelt zu schluchzen, denn es hat kapiert, dass es zwar geliebt wird, aber nix zu fressen kriegt. Sicher weiß es perfekt über die Regenbogensexualität bescheid.

          • Blogwart sagt:

            Jetzt ist es aber gut. Bei unseren Doktorspielchen brauchten wir keine Lehrbücher!

  10. …iss ja wieder ne glatte Punktlandung. Weiter so…

    Unter N167 gibts wieder was auf die Augen – für Dich (und die Leser hier;-)) vorab:
    Auch schön:
    Wir mussten alle Positionen mit den schrecklichen Ereignissen in Köln und anderswo – mittlerweile gibt es allein in Köln 883 mutmassliche Opfer und 801 Anzeigen, aber nur eine Verhaftung – in politische Uebereinstimmung mit unsreren politischen Glaubensbekenntnissen bringen, und ich denke das ist uns doch auf hervorragende Weise gelungen.
    http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/futtertrog-gruene-tatjana-bussner-zur-position-der-gruenen-nach-der-ko/
    das-grüne-glaubensbekenntniss
    Du sollst keine andere Meinung haben neben mir!
    +
    bischen ausführlich, aber dafür wissenschaftlich:
    …das heißt, die Fakten sind bekannt…deshalb müssen Kontrolltechniken entwickelt werden… „Der gefährlichste Feind [der Regierung] ist die öffentliche Meinung“ Zitat: Donald Rumsfeld… (Rainer Mausfeld in dem Video)
    https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M
    die-subtilen-mechanismen-zur-verführung-der-bevölkerung
    Ein guter Vortrag über die Strukturen moderner Propaganda

    Grüße aus dem Thale der Ahnungsvollen

  11. Lieber Altermann, ich weiss auch nicht, was „cis“ ist, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich keine Probleme damit habe, als Frau geboren zu sein. Und ich würde auch nie dieses Klo für alle Geschlechter in Berlin aufsuchen, über das du mal geschrieben hast.

    Frau Wizorek (ich gehe auf sie u.a. hier ein: https://alexandrabader.wordpress.com/2016/01/12/nach-koeln-hat-der-feminismus-versagt/ ) wird ja auch in Österreich gerne eingeladen, etwa am Internationalen Frauentag ins Frauenministerium, zu einer Diskussion ohne Publikumsbeteiligung. Was dazu passt, dass auch die Frauenministerin erst nach Tagen auf Köln reagierte und da von den Tätern ablenkte (es gab bei uns Übergriffe, wenn auch nicht in dem Ausmaß). Und sie ist gegen „Obergrenzen“ in der Aufnahme der Personen, die meist fälschlich als „Flüchtlinge“ bezeichnet werden.

  12. Heli sagt:

    Interessant, dass die Wizorek gar nicht aufschreit, wenn sie bei Amazon als „Autor“ mit dem Artikel der geführt wird.

    „Über den Autor und weitere Mitwirkende

    Anne Wizorek (33) ist die Protagonistin eines modernen Feminismus: netzaktiv, international und erfrischend direkt.“

    Diese Typen dienen ausschließlich der gesellschaftlichen Hirnerweichungsstrategie.
    Aber was weiß ich schon von Tussy-Pussy, habe ich mich doch seit einiger Zeit für die Männerrolle entschieden. Mein Mann hat damit gar keine Probleme. So kann er endlich seine unterdrückte Homosexualität ausleben und wir beide sind absolut auf der Höhe der Zeit. Probiert’s mal aus! Ist gar nicht anstrengend, denn es bleibt alles beim Alten, nur halt mit dem modernen,virtullem , umgelegten Schalter im Kopf. Hoffentlich kriegt die nie ein Kind!

    • osthollandia sagt:

      Och, weißte… da bin ich dann doch eher traditionell, also reaktionär (boah, ich liebe dieses Wort!) veranlagt.

      Mein Mann und ich haben die Übereinkunft, dass er der Mann sei und ich die Frau. Nach Absprachen tauschen wir die Rollen nicht. Ich habe die Kinder bekommen und gestillt, wir haben damit Rücksicht auf seine Unfähighigkeit genommen.

      Von den biologischen Notwendigkeiten mal abgesehen – Gender ist scheiße. Gibt Menschen, die haben die eindeutige Zugehörigkeit nicht, und die sind auch richtig arm dran (guck Dir mal die Selbstmordraten unter den Transsexuellen an!), aber die Zahl ist doch eher gering. Die Schwulen sind schwul, weil sie schwul sind – sich also als Männer empfinden, die Männer gut finden, bei den Lesben ist das auch nicht anders.

      Normalität wird vorgegeben von der Gruppe, die die Mehrheit stellt. Das sind zu 90 % die langweiligen Heteros. Die bekommen auch die Kinder. Alles andere ist ausserhalb der Norm, sprich nicht wie überall. Wobei die Probleme innerhalb von Familien dann doch wieder Probleme innerhalb Familien sind, da ist die sex. Neigung der Eltern so wichtig wie eine Bockwurst, die in Dortmund platzt, also eher relativiert. Da sind die Kinder wichtig.

      An dieser Stelle Lob an die rheinische Heimat: “ Jeder Jeck ist anders“

      • Heli sagt:

        So,so, Du pflegst also die Old-School-Hetero-Normativität. Na sowas! Spass beiseite, ich denke wir verstehen uns.

        Es ist aber weder zum Lachen, noch sollte man das einfach wegschieben: Die kleinen Kinder werden – so ist es angedacht – buchstäblich vergewaltigt, sich mit Dingen beschäftigen zu müssen, die ihnen eher Brechreiz verursachen. Lesben lecken sich ( 1.Klasse). Das habe ich von Birgit Kelle. Man stelle sich die Verwirrung im Kinderköpfchen vor: Hände waschen nachdem Toilettenbesuch, aber die Zunge reinstecken ist ok. Das ist eine Konditionierung, die den Kindern gegen den Willen der Eltern aufgezwungen werden soll. Eltern, die „Pfoten weg von unseren Kindern“ fordern, die für Aufklärung, aber nicht für Sexual-Praktik-Unterricht, in dem alles, nur nicht das Normale existiert,werden als religiöse Ewiggestrige oder gar Rechtsextreme gebrandmarkt. Verunsicherte werden schweigen . Offensichtlich tolerierte kriminelle Übergriffe von Antifanten gibt es bereits. Da es dem Staat niemals um das psych. Wohl geht, kann man hier sowohl eine gezielte Destabilisierung der Kinder und zusätzlich eine für die Zuwanderer unüberwindbare Bruchlinie sehen. Die Typen , die sich das alles ausdachten, sind in der Regel kinderlos, „für alles offen“ und haben schon die Steigerung im Hinterkopf. Die Liebe zum Kind, Pädophilie, nach dem Motto: „Du willst es doch auch!“ , als Normalität zu verankern.
        Herrschaften so schaut’s aus würde unser Proebstl wieder sagen.

      • Filer sagt:

        Zum Thema Gender: Im letzten „Kommissar Beck“ ( wer die Serie nicht kennt, es ist eine spannende schwedische Produktion) habe ich nicht schlecht geguckt, da wuselten Männer und Frauen- und auch noch zur gleichen Zeit- im denselben Toilettenraum herum. Und mit der größten Selbstverständlichkeit, ich konnte nur noch mit dem Kopf schütteln. Wir genieren uns nicht mehr voreinander, wir machen ja alle das Gleiche- fast. Es ist für mich eine ähnliche Unsitte wie der Einbau von 2 Waschbecken im Bad. Müssen wir wirklich auch das letzte Geheimnis miteinander teilen?

  13. Heli sagt:

    Meister,Du hast alles auf den Punkt gebracht!

    Dafür gebührt Dir der Dank aller, die noch geradeaus denken können. Ich werde jetzt aktiv und schreibe an Politiker in den unteren Rängen, dass sie uns absolut zwingen, sie nicht zu wählen, sondern dass wir uns schützend vor die „Verfemten“ stellen. Die Birgit Kelle mit ihrem Klarsprech und Klardenk ist einfach immer Balsam für meine geschundene Seele.

    Demokratie ist zur Diktatur der Minderheit verkommen. Ich frage mich, wann wir auch nicht mehr zoophob oder nekrophob sein dürfen. Es soll ja auch Typen geben, die echte Scheisse sexuell stimuliert. Also die Kotphilen!

  14. Hen Dabizi sagt:

    Freiheit und Menschenrechte sind eben doch nur Blabla, wenn sie der Staatsräson entgegenstehen. Das ist (und war) immer so.
    Mich kotzt nur an, dass man dann nicht dazu steht eine Diktatur des Geldes zu sein. Ein paar Jahre „politische“ Bildung in den Schulen und für die Großen eine straff organisierte Gesinnungspolizei, dazu einen bescheidenen Wohlstand und das „Volk“ nähme keinen Anstoß mehr an der „Diktatur“. Aber wir heucheln was von Demokratie, um alle anderen zu diskreditieren, nicht weil wir Demokratie hätten oder auch nur wollten.
    Seit doch wenigstens ehrlich! Keine Regierung dieser Welt will wirklich „Freiheit“, „Gleichheit“, „Brüderlichkeit“. Alle wollen sie ihre Macht erhalten oder vermehren, nichts weiter. Das Volk ist nur ein notwendiges Übel, das bei Laune gehalten werden muss. Nur auch das können die neuen, deutschen Politiker nicht.

    • Heidi Preiss sagt:

      Richtig, und das Dummvieh erhält für seine Dämlichkeit ab und zu ein Zuckerbrötchen.

  15. Niemand sagt:

    Guten Tag,

    über Claus Strunz bin ich auf hartaberfair Faktencheck gestossen. Wir können uns alle wieder beruhigen, propagandaschau kann geschlossen werden. Es liegt nur an unserer eigenen verzerrten Wahrnehmung, dem sog. Hostile Media Phenomenon. Wie konnten wir nur an den ÖR zweifeln. Mea culpa.
    http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/faktencheck/faktencheck482.html

    Schöner Blog und noch eine schönen Tag.

    • Blogwart sagt:

      Unsere Presse ist zu schlau fürs Volk! Mal was Neues. Deshalb leben die alle im Wolkenkuckucksheim. Wer hätte das gedacht?

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