Wenn Heiko Maas Volkswirtschaft erklärt

Kann sein, dass die Leser der Sciencefiles, diese Geschichte schon kennen, aber ich kann nicht widerstehen und muss meinen Senf auch dazu geben. Bei Maybritt Illner wurde der Gauland, der nicht seinen besten Tag hatte, gegrillt. Jedenfalls war er rhetorisch dem Doppelangriff der Moderatorin (lateinisch; von moderare, „mäßigen“, „steuern“, „lenken“) und dem gut gekleideten Herrn aus dem Saarland nicht gewachsen. Er wurde schön in der Defensive gehalten, weil man ihn pausenlos mit AfD-Zitaten bombardierte, für die er gar nicht verantwortlich war. Leider ist Herrn Gauland nicht aufgefallen, dass der kleine Saarländer einen Riesenquatsch rausgehauen hat, der sooo blödsinnig ist, dass da alle vorgebrachten AfD-Zitate auf der nach oben offenen Unsinnsskala im Vergleich dazu marginal sind. Wäre ich an Gaulands Stelle gewesen, dann …

Hört selbst diesen Unsinn hier ab 50:15. Dieser Blödsinn ist diesem Qualitätspolitiker nicht nur nicht so rausgerutscht, sondern wurde danach, bestimmt von einer Praktikantin mit maas_oekonomie_400Migrationshintergrund, die Genderwissenschaften studiert, noch im Namen des SPD Parteivorstandes als schlauer Spruch bei Twitter veröffentlicht. Hätte jemand bei meinem sehr geschätzten Volkswirtschaftslehrer Wolfgang Stützel so einen Stuss gebracht, der hätte bei ihm nie Examen gemacht.  Dieser Spruch ist die akademisierte Variante der Kausalaussagen, die mittlerweile jedem bekannt sein dürften:

  1. Der Strom kommt aus der Steckdose
  2. Das Geld kommt aus dem Automaten
  3. Die Lebensmittel aus dem Supermarkt
  4. Die Milliarden für die Integration werden in diesem Land erwirtschaftet und niemanden weggenommen.

Wenn das so ist, warum wendet sich die Politik nicht an diese selbstlosen anonymen Wertschöpfer (SAW), sondern mahnt uns an, wenn wir die EKSt-Erklärung nicht rechtzeitig abgeben?

Es muss sie ja geben, diese Heinzelmännchen, die Werte schaffen und diese ungefragt Herrn Mittelmaas zur weiteren Verteilung an Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Deshalb hier mein vierter Kernsatz der rot-grünen Ökonomie, der besonders bei Politikern sehr verbreitet zu sein scheint:

Man soll nicht immer nur nehmen, sondern sich auch ab und zu was schenken lassen.

Dieser Beitrag wurde unter Qualitätspolitik abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

41 Kommentare zu Wenn Heiko Maas Volkswirtschaft erklärt

  1. Martin1 sagt:

    Diese Aussage von dem Maas ist doch bezeichnend für Linke! Und nicht nur linke PolitikerInnen denken so.

    Anmerkung: F. Hollande sagte einmal: “Das kostet nichts, der bezahlt der Staat.”

    Sprachlos! Noch Fragen?

    Solche Leute vertreten den Willen des Volks. :-///

  2. Filer sagt:

    Herrlich, so kann der Morgen immer beginnen ;-): Heiko, der sprechende Krawattenknoten mit Tourette- Syndrom, haha.

    • Blogwart sagt:

      Lesebefehl – ich lag flach in der Kurve! Maas der “sprechende Kravattenknoten”. So geht herrliche Polemik!

  3. B'ina sagt:

    Die Aussage ist dreist und dümmlich. Dreist und selbstgefällig, da von einer (vermeintlich) höherstehenden Perspektive ausgegangen wird. So ähnlich wie neulich ein Mitglied der Linken meinte, sich seiner Immunität bedienen zu können, um geltendes Recht zu brechen (Schleusung Illegaler). Die Tat an sich ist mir egal, das tun viele, vor allem um sich pekuniär und manche, um sich ideel zu bereichern (meine gute Tat für heute, bin doch wirklich toll). Das dann aber provokant zu veröffentlichen und sich dabei manifest schuldlos zu fühlen, ist genauso dreist und selbstgefällig wie o.a. Talgschaubekundung. Darüber kann man sich aufregen.
    Aber wozu? Denn dumm sind sie, beide, weil sie offen sagen: ihr könnt mir doch nix, ich stehe weit über euch, was immer ihr auch kritisieren wollt. Ich habe ausgesorgt und ihr da unten, regt euch doch gerne auf, ihr habt nichts zu sagen.
    Das ist alles andere als klug. Aber Klugheit erwarte ich schon lange nicht mehr bei unseren Politdarstellern. Und irgendwann, wenn sie es am wenigsten erwarten in ihrer Hybris, fällt es ihnen auf die Füsse (oder sonstwohin). Such is life …

    • B'ina sagt:

      P.S.: Die Talgschau lieferte nicht nur eine höchst einseitige “Moderation” sondern, alle Achtung, auch eine gut geölte Plapperpuppe der ReGierUng. Was für ein erbärmliches Spektakel.

  4. Chris Goldmann sagt:

    …..völlig unabhängig….es ist nicht zu verheimlichen, dass für Möchtegernregierende Betreuungsanträge (mit anschließender Sicherungsverwahrung a. u. Zeit) zu stellen sind…denn das “Ma(a)s(s) ist übergelaufen!

    Beste Grüße und in guter Hoffnung ohne Politikerschrott…

  5. Nachdenker sagt:

    Ich frage mich, warum AfD Politiker überhaupt an solchen “Talks” teilnehmen? Alleine das Format dieser Sendung “Illner” ist total manipulativ.

    Wer sich die Sendung nochmal im Video antun möchte, sollte mal auf Folgendes achten:

    Wo steht Gauland? Er steht auf der Seite, auf der das Publikum sichtbar ist.
    Wie reagiert das Publikum auf Gauland? Die Mimik und Reaktionen der Zuschauer zeigt die Anti-Haltung gegenüber des AfD-Politiker. Für mich sind die Zuschauer vorher ausgewält.

    Lasst euch nicht weiter manipulieren.

    PS.: Ich kein Freund irgendeiner Partei. Für mich gehören alle in den gleichen Sack.

    • Nachdenker sagt:

      Zu dem Maas werde ich mich hier nicht äußern. Solche Leute verdienen keinen Aufmerksamkeit.

  6. Heidi Preiss sagt:

    Gauland hätte doch so viel in der Hand gehabt, diesen kleinen Nichtsnutz kaltzustellen,
    hiermit z.B.:
    http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/klartextfabrik/2016_10_03_dav_klartextfabrik_frauen-kinder.html

    Hat er sich gedacht, in Zeiten, wo der mediale Maulkorb das Ma(a)ß der Dinge bestimmt, muss man darauf achten, wie man sich äußert.

    Ganz zu Ende konnte ich mir das Video nicht anschauen, mir schwoll der Kamm.
    Zudem hätte Gauland auch diese Nahles ranziehen können, mit deren Ausspruch in Bezug auf die Renten: “Eine Ausweitung der Leistungen ist nicht finanzierbar.” Ja, warum denn wohl? Braucht man ja nicht lange zu überlegen. Sprich, soviel Sprengstoff, diesen Gedankenfolterer mundtot zu machen, und nichts daraus gemacht. Gauland konnte einem fast leid tun. Was mich aber besonders wütend gemacht hat, waren diese Dumpfbackenklatscher und die Schadenfreude des MSM-Mietmauls.

    Maas ist so kaputt im Kopf, man sollte ihn zur Notschlachtung freigeben.

    Festzustellen ist, die heutige Realität basiert auf eine unhaltbare Konstruktion von Beweisen, die eigentlich nur Behauptungen sind und kaum noch einen Funken eines Faktum haben.

    Wie Altmaier großkotzig von sich gab, holen wir jetzt pro Woche 500 Gestrandete in Italien ab. Ja, die humanitären Nachtflüge gehen weiter und die gesamte Bagage samt Anhang darf dann hier würdevoll an die “simsalabim-Automaten” …. und Merkel hat wieder ein Bienchen bei Aipag gesammelt. Das nur am Rande.

  7. humorlos sagt:

    Wenn man Heikos Logik folgt stellt sich dann aber die Frage was mit den nicht erwirtschafteten Milliarden passiert. Stichwort Nullzinspolitik der EZB. Unsere Staatsanleihen kosten ja nun anstatt früher durchschnittlich 3% nix mehr. Also müsste der Haushalt ja einen groben Überschuss von 60 Milliarden haben (bei 2,2 Billionen Schulden). Wo also sind die 60 Milliarden hin wenn der Haushalt nur ausgeglichen ist?

  8. Kittel, Walter sagt:

    Die GESAMT-Kosten mal überschlägig ermittelt.
    Die Stadt Köln hat rund 1.000.000 Einwohner auf einer Fläche von 405 km². Schäuble hat rund 310MRD in der Kasse, damit die Dimensionen klar werden. Was kostet eine Stadt Köln mit all seiner Infrastruktur?
    Eine Millon Immigranten kosten jährlich 30 MRD Euro( Prof.Sinn, Prof. Raffelhüschen) Das sind rund 10% vom Haushalts-Budget, bei 5 Millionen 150 MRD, fast die Hälfte des Bundeshaushaltes. Ein Integrationskurs dauert im Schnitt 810 Stunden. Ein Lehrer hat 25 Schüler und arbeitet ca. 1,600 Stunden im Jahr, was an einen Bedarf von 21.500 Lehrern entspricht. Lassen Sie sich einmal diese Fakten durch den Kopf gehen, und Sie werden jeden Dummschwätzer in den Talkshows und in den Foren erkennen.

  9. Fokus sagt:

    Ich frage mich die ganze Zeit, wer eigentlich dafür verantwortlich war/ist, den Gauland in die AFD zu holen und dann sogar noch an exponierter Stelle Aussagen zu machen.
    Dieser Mann ist doch hochgradig imageschädigend für die AFD.

    • Jonny Eslker sagt:

      Genau das habe ich der AFD geschrieben. Er mag ein guter Stratege sein, aber ein für eine Talkshow, in der von vornherein feststeht, dass er der Punchingball sein soll, eine Fehlbesetzung. Er ist zu langsam im Denken und anscheinend überhaupt nicht präpariert für die ollen Kamellen die der Massanzug bei jeder sich bietenden Gelegenheit wiederholt. Die sollen Imageberater, Rethoriklehrer und Schauspiellehrer einstellen und für die Repräsentanten der Partei Lehrgänge zur Pflichtübung machen

      • Hen Dabizi sagt:

        Wenn die Gefahr bestünde, dass ein missliebiger Talk-Gast sich erfolgreich wehren könnte, kann man sicher sein, dass er NIE Talk-Gast wird.
        Ansonsten könnte ein wenig kommunikative Bildung und etwas Deutschunterricht den Eliten sicherlich nützlich sein. Den Regierten allerdings könnten sie dann noch mehr Sch… unterjubeln. Deshalb sollte man Politikern ein Bildungsverbot erteilen. 😉

  10. Argus sagt:

    Mein Kommentar war wohl nicht konform?

  11. Rainer sagt:

    Nicht dass ich stenkern will, Altermann, aber zum Thema Volkswirtschaft hat die AfD genauso wenig Profis zu bieten wie alle anderen Parteien. Von Keynes haben die noch nie was gehört. Aber kein Wunder: Ich hatte eine VWL-Vorlesung an einer deutschen Fachhochschule und habe in dieser auch kein Wort von Keynes gehört, obwohl das der Vorlesung zugrunde liegende Buch 600 Seiten hatte. Die Politiker glauben alle, dass ein erfolgreicher Unternehmer der beste Lenker einer Volkswirtschaft sei. Und dass das BWL-Denken 1:1 auf die VWL zu übertragen sei. Nach dem Motto: Mikro-Profi = Makro-Experte. Stimmt zwar überhaupt nicht, aber was soll’s.

    Wie gesagt ist da die AfD keine Ausnahme zu den etablierten Parteien.

    • osthollandia sagt:

      Nationalökonomie ist wirklich ein Stiefkind. Da wird was komperativen Kostenvorteilen geschwätzt, und dass die nur bei Vollbeschäftigung wirklich was bringen und ansonsten beggar their neighbour ist, das wird da gar nicht gesagt. Selbst den Smith zitieren die nicht korrekt.

      Was an unseren “Hochschulen” verbrochen wird…

      • Martin1 sagt:

        Schon komisch, dass an allgemeinbildenden Schulen keine Wirtschaft und kein Recht unterrichtet wird…

        Dafür aber ganz viel Kunst und Musik.

    • Martin1 sagt:

      Das stimmt so nicht! Oskar Lafontaine hat vor einigen Jahren im Fernsehn angefangen über ihn zu dozieren. Hat natürlich keinen interessiert. Und er wurde nicht mehr eingeladen.

      Keynes ist geradezu der Liebling linker Parteien, sagt er doch, dass der Staat immer recht viel ausgeben soll, um Wirtschaftswachstum zu erzeugen und Krisen zu überwinden.
      Linke sind ja eh so Meister im Existieren auf Pump/Kosten Anderer. :-/

  12. Argus sagt:

    Danke, blogwart, für den “bösen” Beitrag!
    “Die Milliarden für die Integration werden in diesem Land erwirtschaftet und niemanden weggenommen.” Warum werden sie aber nicht dem deutschen Volk zur Verfügung gestellt? Die Renten und die Löhne könnte angeglichen werden. Schulen, die oft in einem desolaten Zustand sind, müssten dringend renoviert werden. Bis jetzt werden Eltern ehrenamtlich dazu herangezogen. Kinderbetreuung müsste kostenarm zur Verfügung stehen. Theater werden geschlossen, weil kein Geld da ist. Damit werden Künstler arbeitslos. Die Obdachlosen müssten besser unterstützt und versorgt werden, auch medizinisch. Die Billiglöhner könnten eine Aufstockung gebrauchen. Statt Überstunden abzuverlangen, sollte man erst einmal eigene Arbeitskräfte einstellen, auch ältere. Die zählen bei uns zum Müll. Es gibt genügend “Baustellen” im eigenen Land.

    • Horst Kietzmann sagt:

      Argus um 10:45
      Die Verteilung des Schuldgeldes ist reine Willkür.
      Die arbeitenden Massen werden bewusst unten gehalten.
      Die Milliarden für die Integration werden in diesem Land denen, die sie erwirtschaftet haben, bzw. erst noch erwirtschaften müssen, weggenommen, bzw. nicht zur Verfügung gestellt.
      Das gleiche gilt für die Milliarden, die für die Bankenrettungen aufgewendet wurden.
      Würde die arbeitende Bevölkerung angemessen bezahlt, müssten die Zinsempfänger arbeiten. Das gilt es, für die Oberklasse zu verhindern.

      • Heidi Preiss sagt:

        Aber, aber, Klaus, da sagst Du aber etwas ganz Böses. Mit dieser Aussage nimmst Du glatt unseren “Ärmsten” die Butter vom Brot. Stell Dir mal vor, das Volk würde für ihre Arbeit gerecht bezahlt. Dann müsste das Volk gar nicht mehr so fleißig sein und müsste nicht dafür hinhalten, dass die “Ärmsten” immer “ärmer” werden. Nein, nein, wir müssen weiter für die Zinsen und Dividenden für deren Reichtum schuften und warum – weil auf jeden Scheiß und Mist reingefallen wird.

        • Horst Kietzmann sagt:

          Sinnvoll wäre es, die armen Arbeitslosen zu unterstützen, die reichen Arbeitslosen in Cannes und Nizza aber nicht mehr, bis zum Erbrechen zu füttern.

  13. Hen Dabizi sagt:

    Also Herr Gauland tut mir nur begrenzt leid, was seine Ursache sicherlich in seiner Parteimitgliedschaft haben mag. Das gibt dem Rest der Propaganda-Bagage aber nicht das Recht die Leute für blöd zu verkaufen. Vielleicht habe ich ja keine Ahnung von Ökonomie als popliger Paucker (zu “meinen Zeiten” waren Ökonomiestudenten (DDR) eher Ziel des Spotts (Ök, ök macht das …Sus scrofa domestica) – mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa …), aber jemandem nicht das geben, was ihm gehört ist nun wirklich nicht sehr weit von “wegnehmen” entfernt. In der normalen Welt fällt das wohl unter den §226a StGB (Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt), Herr Maas. Das sollten Sie als angeblicher Jurist doch wissen.
    Die “Erwirtschafter” werden gezielt (aus niederen Beweggründen, sonst würde es nicht geleugnet) beklaut.
    So schaut’s aus!

    • Blogwart sagt:

      Ökonomie zu DDR – Zeiten? Verkaufspreise < Faktorkosten: Hatte viel Ähnlichkeit mit Maasscher Ökonomie.

      • Heli sagt:

        Herr SOWIESO hat eine öffentlich zelebrierte, noch ziemlich frische Liebe und muss sich die Zeit für solche Auftritte schwer erkämpfen. denn die vielbeschäftigte; mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Dame, hat ja auch ihre Termine.

        Von unseren Neusiedlern wissen wir, dass die Hormone verrückt spielen können und das Hirn zum Aussetzen bringen können.

        Juristen werden auch gerne als Rechtsverdreher bezeichnet , die Knoten in Gehirnen produzieren.

        Also : Habt Erbarmen! Vielleicht war das Hirn gerade auf Abwegen.

        • Hen Dabizi sagt:

          War das philosphisch gemeint? Ein “Nichts” hat keinen Weg und also auch keinen Abweg.
          😉

      • Hen Dabizi sagt:

        Ich bezweifle, dass Maassche Ökonomie 40 Jahre und die Sterbehilfe des Westens brauchen würde, um zu verenden.
        Ich befürchte, wir werden es nur allzu bald erfahren.

      • Martin1 sagt:

        Muss das nicht Produktionskosten heißen?

        Verkaufspreise ist ein BWL-Begriff, Faktorkosten etwas aus der VWL.

Kommentare sind geschlossen.