SYRIEN, von Bomben und Lügen heimgesucht

aleppox

Postkarte an meine Familie 1977 aus Aleppo

Der Titel des Beitrages ist ein Zitat von Jean-Clement Jeanbart, dem melkitischen griechisch- katholischen Erzbischof von Aleppo. Seine Bilanz ist nüchtern, real und widerspricht den täglichen Indoktrinationssprüchen, die uns Presse und Fernsehen angedeihen lassen. Ich habe keine Ahnung, ob das schon immer so war, oder ob die Fähigkeit, Lügen zu erkennen, erst mit Alter und Erfahrung kommt. Ich vermute Letzteres.

Speziell die „Nachrichten“sendungen haben ja ihren Namen deswegen, weil da immer etwas „nachgerichtet“ wird. Hier wir, die Gerechten und Edlen und dort die anderen, die Bösen und Empathielosen. Schnell noch bildlich unterlegt mit leidenden Kindern (notfalls auch getürkt, wie dieses) und Spendenkonto. Wir, das ist die sogenannte westliche Wertegemeinschaft, die sofort dann einschreitet, wenn es gilt, irgendwo Werte abzuschöpfen.

Obwohl ich ja seit Jahren über den Krieg in Syrien schreibe, der ausschließlich von den USA angezettelt wurde, steht die Gegenpropaganda von UN bis zum Nachrichtenkleber wie ein Fels. Voltairenet gehört nicht gerade zu den Websites, denen man vertrauen kann, aber hier dokumentiert Thierry die Geschichte des völkerrechtswidrigen Verhaltens unserer NATO-Verbündeten und auch der Bundeswehr, die Unterstützung ohne Mandat leistet. Statt dem Bischof Jeanbart, der vor Ort die Situation besser beurteilen kann, vertrauen unsere Medien gerne gekauften Nachrichten, die irgendeinem „Experten“, der am Studiofenster vor dem Abendhimmel in Kairo oder Istanbul steht, angedreht wurden oder – noch schlimmer – der ominösen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, allerdings mittlerweile immer mit dem Zusatz, dass diese Quelle nicht überprüft werden kann. Zu oft hatte man sich ja Kritik eingehandelt, weil der Abdulrahman wieder Räuberpistolen erzählt hat.

Der vom Westen heimlich unterstützte IS wäre schon längst platt, wenn nicht die USA als Waffenlieferant im Hintergrund tätig wären (ich berichtete hier über die von den USA unterstützten Rebellengruppen). Das das so ist, hat Todenhöfer in diesem Interview ebenfalls gut rausgearbeitet. Chapeau, dass wenigsten der Kölner Stadtanzeiger das groß gebracht hat. ACHTUNG: Im Internet gibt es mittlerweile Hinweise, dass Todenhöfer einem Fake aufgesessen ist! Mittlerweile hat Todenhöfer die Kritik zurückgewiesen.

Ob das der amerikanischen Marionette Ban Ki-moon passt oder nicht: nur die Russen sind völkerrechtlich befugt, dort zu agieren. Man mag das schön finden oder nicht, aber das ist nun mal so und ich persönlich freue mich, wenn es ihnen gelingt, trotz westlicher Störfeuer, die Banditen aus Aleppo – oder besser – aus Syrien zu vertreiben. Das gefällt den Amis nicht und sofort hat unsere Journaille den Schuldigen gefunden (sehr originell): Putin. Soll der denn das Spiel der USA betreiben, die ihn schon mehrfach reingelegt haben (z.B. in Libyen)? Wer die großen Falschspieler und Lügner sind, kann man im Todenhöfer-Interview nachlesen. Jeder der mit ner Knarre umgehen kann, führt dort seinen Privatkrieg. Seht Euch diese Liste mal an (Lesebefehl!)!

Aber jetzt fließen wieder literweise die Krokodilstränen. Sogar der Christoph Sieber blabbert den Mainstream-Quatsch – ohne nachzudenken – nach. Wie schon mal gesagt, Politisches Kabarett ist zur Zeit schwer zu ertragen.

Weil es in unseren Medien nicht gebracht wird: Hier ein Ausschnitt aus der Rede vom syrischen UN-Botschafter al-Jaafari vor der UN-Sicherheitskonferenz am 25. September (die ganze Rede kann hier nachgelesen werden):

“When there was a French terrorist called Mohammed Merah running amok in the French city of Toulouse, the French special forces killed him with 300 bullets, and it was a good thing that they did so, but we in Syria and in other states never described that French terrorist as ‘moderate armed opposition’ at all, and the same goes for other terrorists active in the United States and elsewhere,”

In Syrien wird ein Volk – mit deutscher Beteiligung – vernichtet und wir führen einen kindischen Rechtspopulismusstreit, mit Koniferen an der Spitze, die nicht mal wissen, wie man Sirien richtig schreibt!

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64 Kommentare zu SYRIEN, von Bomben und Lügen heimgesucht

  1. Heidi Preiss sagt:

    Das Banner passt wunderbar zur Forderung von Kerry, Russland wegen Kriegsverbrechen in Syrien anzuklagen

    https://www.theguardian.com/world/2016/oct/07/putin-the-peceacemaker-banner-hung-from-manhattan-bridge-puzzles-poli

    • eudlinks sagt:

      Ist immer noch aktuell und vertreibt die Nebel, das Buch habe ich gelesen und das Video macht neugierig auf das Buch:
      https://www.youtube.com/watch?v=FfWcZJtP6NI
      „Economic Hitman“ von John Perkins

      • Heidi Preiss sagt:

        Warum nur liest Du die gleichen Bücher wie meine Wenigkeit? Habs schon vor mehr als einem Jahr verinnerlicht.

        • eudlinks sagt:

          Heidi Preiss
          5. Oktober 2016 um 20:11
          Ich auch, seit ich Rentner bin habe ich auch die Zeit dazu. Marx und Engels eher nicht oder?
          Habe hier einen Hinweis auf einen, meiner Meinung, sehr guten Blog – Peds Ansichten- der Mann macht sich einen Haufen Arbeit um solche Artikel zu erstellen: Türkische Gratwanderung 01 – bis 05 – Peds Ansichten.

          • Heidi Preiss sagt:

            Hallo eudlinks,

            warum nicht Marx und Engels? Ich kann Dir nur sagen, die Ausgewählten Schriften sind sehr gut und manches, wie es heute ist, findet man dort beschrieben.
            Dank für den Link.

  2. Heidi Preiss sagt:

    Ich wollte den Link zu Syrien noch einstellen, viele Videos und m.M. nach eine gute Beschreibung der Lage.
    Vanessa Beeley, kürzlich aus Aleppo zurück, sagte in einem Interview: „Es ist mittlerweile jedes einzelne Wort gelogen, was aus dem Westen kommt.“

    Aber die westliche Siegergeschichtsschreibung wird im Gewinnfall das schon wieder in die richtige Richtung drehen – wenn sie gewinnen. Ich denke, es wird wohl dieses Mal nur Verlierer geben.

    http://www.barth-engelbart.de/?p=146639

  3. eudlinks sagt:

    Heli sagt:
    30. September 2016 um 9:25
    …Stell Dir vor, die finde ich auch sogar richtig gut, nur sind sie halt machtlos, weil es nur ganz wenige sind…
    Und warum sind es so wenige? Weil es die Reste sind die durch Unterdrückung (KPD Verbot, Berufsverbote) und jahrzehntelange Propaganda (auch die der Hitlerzeit) zu NoGos gemacht wurden? Wo ist die Arbeiterbewegung? wo die Gewerkschaften, die bis in die 80er Jahre politisch aktiv waren? (Friedensbewegung, Antifaschismus, Demokratie von unten).
    Wichtiger als Panzer und Bomber sind die Medien, die ihre Deutungshoheit in Gefahr sehen und stur und gelähmt ihren immer unglaubwürdigeren Kurs beibehalten (Ständige Publikumskonferenz)
    Das alles im Sinne der Weltbeherrscher. „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“ – Warren Buffet.
    Das Neue ist, sind Internetblogs wie dieser, indem eine Gegenöffentlichkeit gestaltet wird, von der wir in den 70er-80er Jahren nicht geträumt haben. Und wirken tut sie, wie man am „Tag der Einheit“, der ja immer auch Teil der Propaganda war, gesehen hat.
    Sollen sich unsere Herrschenden doch ein anderes Volk wählen 🙂
    Ich träume davon, dass wir es wieder schaffen, eine Bewegung anzutreiben, wie in den 60er’n (Gegen dieWiederbewaffnung) und in den 80er’n (Gegen die „Nachrüstung“).

  4. palina sagt:

    offtopic – aber total.
    Mir geht das Herz auf, wenn ich auf Dresden schaue.
    Seht euch mal die Leute an, die ihre Trillerpfeiffe benutzen und laut rufen. Ganz normale Menschen.

    Tag der deutschen Einheit – Angela Merkel, Joachim Gauck & Co in Dresden
    https://www.youtube.com/watch?v=CFq8wsys1fs

    • Filer sagt:

      Palina, das hat meinen Tag gerettet! Danke dafür!! Am Anfang war gleich eine rüstige ältere Dame zu sehen, die hat mir super gefallen! Natürlich zum rechten Mob gehörend, skandierte sie laut die „Nazi“- parole“: „Haut ab, haut ab“! Herrlich:). Und die Polizei zu den Pegida- Demonstranten : „Wir wünschen einen erfolgreichen Tag für Sie!“ Die Menge quittierte dies mit Applaus und skandierte: „Eins, zwei, drei, danke Polizei!“ Na, das gibt ein Nachspiel für den vorlauten Polizisten.

      • palina sagt:

        genau das ist mir auch aufgefallen.
        Und wie diese Politik-Darsteller sich im Hintereingang zur Kirche schlichen.
        Sicherheitskräfte vor Ort und auf den Dächern.
        Die haben ganz schöne Angst vor dem „Pack.“

        • Filer sagt:

          Die heißen „Schutzpersonen“(war im Video deutlich zu hören) und die müssen vor dem Volk geschützt werden- denn Andere (Attentäter o.ä.) waren ja nicht zu sehen.

        • Heidi Preiss sagt:

          Und das ist gut so, palina. Habe richtig Freude gehabt. Diese Politiker stehen für asoziale Politik – gemacht von diesen asozialen Psychopathen für noch asozialere Profitgeier. Diese Gestalten betreiben Politik als eine Art arroganter Religion, die glaubt, niemandem Rechenschaft schuldig zu sein und sich das Recht herausnehmen, jeden Kritiker als Teufel in einer Naziuniform zu diffamieren. Die heilige Inquisition lässt grüßen.

      • Heidi Preiss sagt:

        Ja Filer, die ältere Dame war suppi.

        LG

  5. Helmut Pirkl sagt:

    Syrien ist die letzte Station der Mordbrenner auf dem Weg nach Golgatha, wo Gott vor 2000 Jahren seinen eingeborenen Sohn zur Erlösung menschlicher Schuld qualvoll sterben ließ.
    Christus hat die Sünden der Welt getragen. Nun werden die Satanisten millionenfacher Morde gerichtet und ans Kreuz genagelt, derweil sie nichts aus der Opfergabe Gottes gelernt haben.

  6. eudlinks sagt:

    Wieder mal ein Hinweis von mir über die Propagandaschau gefunden:
    http://www.schiller-institut.de/seiten/2016/dschaafari.html
    Eigentlich bin ich kein Freund der La Rouche Organisationen, aber hier haben sie eine wertvolle Aktion vollbracht inem sie den Syrischen Botschafter Baschar Dschaafari einen Vortrag halten ließen. „Die Maske fällt“

    • Blogwart sagt:

      Stimmt! Hoffe nur, dass die richtig übersetzt haben. Die westlichen Wertevertreter haben bei der Rede von ihm vor dem UN-Sicherheitsrat den Saal verlassen.

    • Heli sagt:

      Mein lieber Schollie! Das verdient Verbreitung! Danke!

      • palina sagt:

        ein sehr guter Vortrag. Habe das mit grossem Interesse gelesen.
        Danke eudlinks fürs Reinstellen.

  7. MichaelJ sagt:

    Danke für dieses gelungene Traktat. Auch wenn der Inhalt im Grunde wenig bis nicht verdaulich ist für einen halbwegs vernunftbegabten Menschen, ging er mir doch runter wie Oel. Denen, denen es nicht so geht, spreche ich jeglichen Hirnbesitz ab. Was suchen die überhaupt hier? sollen sie doch 24/7 durchs ÖR-TV zappen, dort wird reichlich dargeboten was für per Bestrahlung zum Hirntod Beförderte evtl. noch einer sedierenden Verlustifizierung beizutragen vermag.

    Nehme man nur die benannte „Liste“ mit vom Blogwart auferlegter Lesepflicht. Zuerst dachte ich, warum soll ich denn nur das interne Telefonverzeichnis aus Langley – Unterabteilung Syrien – jetzt zur Kenntnis nehmen. Lauter Ich-AG’s, 1-Dollar-Jobber! Jedem des Lesens und logischen Schlüsseziehens Mächtigen müsste doch nach einem kurzen diagonalen Blick klar sein, dass das keinesfalls Fähnleins sein können, die einzig und allein aus wildem Zorn gegen einen Oberbösewicht Assad losgezogen sind. Ähnliche Fähnlein-Konstellationen gab es schon mal vor vierhundert Jahren, angeblich einzig und allein darum, ob das Salbadern des römisch-katholischen oder des „protestantischen“ Hasspredigers auf der Kanzel das allein seligmachende sei. Dreißig Jahre hat das damals gedauert, bis die Rädelsführer begriffen, dass wenn sie so weitermachen, bald niemand mehr da sein wird, den Zehnten abzuliefern. Und so beschlossen sie, die never-ending-story doch gütlich zu beenden. Ob es heuer wieder so lange dauern wird? Eher nicht, aber brutaler, effizienter, endgültiger! Und natürlich: global!

    Was regen wir Ruheständler hier – im Wartezimmer auf die Demenz und Alzheimer – uns eigentlich auf? Unsere Rest-Verweildauer ist doch überschaubar. Ein paar Lenze mehr oder weniger an der Schnabeltasse, muss uns das tangieren? Wir haben doch unser Leben größtenteils hinter uns, gute Zeiten, schlechte Zeiten. Ab und zu komme ich mir vor, wie jener, der an des letzten Führers Geburtstag den vom bevorstehenden Endsieg Träumenden glaubt, die Party ordentlich vermiesen zu müssen. Wir sollten sie auch heute Johlen, Toben, Huren und Saufen lassen ob ihrer tollen Erwartungen, das Ende wird brutal genug in kurzer Zeit. Und was könnten wir überhaupt verhindern mit unserem Warnen, dem Zeigefinger erheben? Mir erscheint das Erheben des Stinkefingers in unserem Alter angebrachter. Es ist eure Zukunft, euer Restleben, werte Jugend, hochverehrte Elite und Establishment. Und Obacht, hinterher, wenn das Kind im Brunnen liegt, gibt es nichts mehr einzuklagen, bei den Gniffkes schon gar nicht, das klappt heute schon nicht. Das Einzige, was euch überhaupt noch überbleiben könnte (!), ist dumm aus der Wäsche gucken!

    Ja, ich weiß, das war jetzt etwas dicke aufgetragen. Und manch einer hat schließlich hier auch Kinder und Kindeskinder und denkt vielleicht sogar an seine Kindeskinderkinder im nächsten Jahrhundert. Dass wir es einfach nicht übers Herz bringen, wir Überbleibsel aus der „Aufklärung“, wir alles andere als moderaten Rebellen, unser Wissen, unser Ahnen, unsere Empathie für uns zu behalten, nervt zwar diejenigen denen wir es dann doch ans Herz legen. Sind wir die Sysiphus-Generation?

    Dieser unserer Generation und auch ihren Mitdenkern möchte ich auf einen Artikel hinweisen – leider nur in der lingua franca – der uns ins Gewissen redet und – wie eisnt der Titan Olli – sagt: Weiter immer weiter. Lebet wild und gefährlich! Tot sind wir früh genug.
    http://www.counterpunch.org/2016/09/30/thinking-dangerously-in-the-age-of-normalized-ignorance/
    Für mich der Artikel, der wahrscheinlich einmal in die Annalen der Menschheit eingehen wird, sollte er später noch mal aufgefunden werden können, der Meilenstein.

    Und bzgl. des eigentlichen Themas – Syrien – bin ich seit gestern der Meinung, dass das Interview mit einer unabhängigen, us-amerikanischen Kriegsberichtserstatterin, ausgestrahlt auf einem US-amerikanischen Sender, gut als Keule verwendet werden könnte, um unseren Rattenfängern aus ÖR und QM ihre Kodderschnauze zu plätten.
    https://www.youtube.com/watch?v=I8mA0h7dCKI

    • MichaelJ sagt:

      Manchmal habe ich eine Vision! Ich träume davon, ein paar derjenigen, die mir
      meine verschwörungstheoretische Lebenseinstellung um die Ohren hauen, zu kidnappen, im Keller einzusperren und mit der in Guantanamo bewährten Methode ihnen für ein paar Tage rund um die Uhr bei forcierter Lautstärke dieses Video von Vanessa Bailey in Endlosschlaufe vorzuführen. Ohne Gnade, einfach so wie bei denen im roten Overall und angelegten Ketten. Nicht zur Strafe, nur zur Übung!

      • Horst Kietzmann sagt:

        Merkwürdig, dass gleiche dachte ich auch schon oft.
        Aber mehr für Milliardäre, die können nichts begriffen haben.
        Da würde ich mehrere Filme vorschlagen können.
        Eine Woche lang, verschiedene Filme in Endlosschleife, dass könnte klappen.

  8. Roland K. sagt:

    Hallo Milu,
    danke für die Info!

    Meine Hoffnung allerdings ist, daß Du mir eine kleine Kritik an Deinem Beitrag verzeihst: Am Rücken gibts nämlich kein „Rad“ sondern einen „Grat“, deshalb „Rückgrat“.
    Schreibe das deshalb, weils vor langer Zeit mir ganz genau so ging…….hat mein Vater damals berichtigt; jetzt geb ichs weiter.

    • Milu sagt:

      Hallo Roland,
      Danke für den Hinweis!
      Seitdem ich das gelesen habe, geht es meinem Rücken
      wieder besser. 😉

  9. boro sagt:

    der Narr hatte immer einen Freibrief- doch er änderte nur etwas wenn eine Masse für Veränderungen da war und einen Anstoss brauchte um loszulegen- ansonsten war der Narr immer nur der Narr– aber die Masse für die Veränderung ist nicht vorhanden- siehe Lachen und Klatschen bei den Beiträgen- mir ist oft genug einfach mit Kloss im Hals das Lachen oder Klatschen eingefroren- es hilft diese Kommentare zu hören- aber es ändert nichts und es stiehlt Kraft und Zorn- Wir brauchen keine Kabarettisten mit klugen Sprüchen sondern Aufwiegler mit Visionen.

  10. palina sagt:

    Daniele Ganser hält einen Vortag im November in der Pfalz in Landau.
    Wer ich dafür interessiert sollte auf seine Homepage gehen. Es gibt leider nicht mehr viele Karten. Er spricht auch über sein neues Buch.

  11. palina sagt:

    In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte.
    Es geht um die Interessen von Staaten.
    Merken Sie sich das , egal was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.
    (Egon Bahr).

    Juni 2016 Daniele Ganser erklärt den Syrienkrieg !
    https://www.youtube.com/watch?v=KBIAeWb0Wbg

    • Rainer sagt:

      Nicht alle Staaten dürfen ihre Intessen international vertreten. Das besondere am Vasallenstatt ist, dass er kein Recht auf die Durchsetzung eines eigenen außenpolitischen Interesses hat, wenn es dem Herrn nicht passt. Der Herr lässt zu oder verbietet. Und es stimmt: Demokratie, Menschenrechte und die Kasper im Bundestag spielen dabei überhaupt keine Rolle. Reale Macht und Ohnmacht und zwei verlorene Weltkriege schon eher.

      Das Video von Ganser ist sehr gut. Hat mir sehr weitergeholfen, die Interessen der USA und Russlands zu verstehen.

    • Horst Kietzmann sagt:

      Leider ist der Spruch von Egon Bahr auch nicht ganz richtig. „Es geht um die Interessen der Reichen“, wäre richtig gewesen.
      Aber Egon Bahr stand trotzdem auf der Seite der Aufklärer. Hat im Rahmen seiner Möglichkeiten eine gute Politik gemacht.

    • GM sagt:

      Sehr gutes Video. Wäre einmal eine Gelegenheit gewesen offen und ehrlich über Syrien zu sprechen und ob Deutschland wirklich immer weiter hinter der Blut- und Ölspur des Kampfes um die bequeme Energie hinterher kriechen will. Wenn das wirkliche Leid wegen des Öles auf den Tisch kommen würde, würde unserer Gesellschaft schlagartig die Konsum- und Autofreude vergehen. Das will praktisch niemand. Deswegen darf Ganser auch nicht in den Hauptlügenmedien sprechen.

    • Oliver sagt:

      Hammer-Video, besten Dank, palina.
      Den Vortrag von Ganser kannte ich noch nicht.

      Daß er sich auch zu Syrien so detailliert äussert, ist mir entgangen, ich hatte ihn nur wegen der Ukraine auf dem Schirm. Da kam dann nicht mehr viel neues, und ich hab den Ganser dann vom Radar verloren.
      Lohnt sich aber offensichtlich weiterhin, zu schauen, was von dem an neuen Vorträgen so kommt.

  12. Rainer sagt:

    Unsere Politiker und unsere Medienschaffenden (zumindest jene in Führungspositionen) sind eben Vasallen der USA. Die BRD hat sich bis heute nicht aus dem Vasallenstatus befreit. Am Beispiel Syrien kann man das sehr gut erläutern. Unser Interesse im Fall Syriens (aus europäisch-abendländischer Perspektive): Ein Zusammenleben der verschiedenen Religionen, Frauenrechte, Demokratie und vor allem Frieden (nicht zuletzt um den Flüchtlingsstrom an der Quelle einzudämmen). Das Interesse der USA: Durchsetzen des Pipelinebaus der Kataries und Saudis, koste es was es wolle (mehrere Millionen weitere Flüchtlinge). Was sagt die Bundeskanzlerdarstellerin: Wir schaffen das! (und schweigt zu den US-Aktivitäten anstatt sie zu kritisieren). Was sagt Obama? Er lobt die Bukada für die Aufnahme der Flüchtlinge. Braucht man noch mehr, um zu sehen, wer hier Herr und wer Vasall ist? Und der Herr wird niemals vom Vasallen kritisiert!
    Daher, Altermann, bleibt nur kindischer Rechtspopulismusstreit. Das darf auch der Vasall!

    • eudlinks sagt:

      Rainer sagt:
      29. September 2016 um 11:05
      Im Blog wurde auf Wolfgang Staudtes Film „Rosen für den Staatsanwalt“ hingewiesen. Leider ist mir der Beitrag entfallen aber ich möchte trotzdem den Faden aufnehmen, weil es auf Grundlagen der heutigen Situation hinweist.
      Auszüge über Wolfgang Staudte aus Wikipedia:
      Seine Erfahrungen mit der Filmwirtschaft im Westen resümierte Staudte in dem Satz „es ist schwer die Welt zu verbessern mit dem Geld von Leuten, die die Welt in Ordnung finden“
      Nach der Premiere des Untertan nannte ihn Der Spiegel einen „politischen Kindskopf“ und „verwirrten Pazifisten“.[1] Der Film blieb im Westen fünf Jahre komplett verboten und durfte dann bis 1971 nur gekürzt gezeigt werden. Staudte wurde dann 1952 während der Dreharbeiten zu Gift im Zoo vom Bundesministerium des Inneren dazu gedrängt, eine Verpflichtung zu unterschreiben, künftig nicht mehr für die DEFA zu arbeiten. Dieser Aufforderung kam er nicht nach, wurde deshalb von der Regie abgezogen und produzierte mit Die Geschichte vom kleinen Muck einen Farbfilm, der der DEFA große Erfolge brachte. Der Film Gift im Zoo wurde von Hans Müller fortgesetzt.
      1964 kam Staudtes Herrenpartie, eine Mischung aus politischer Satire und Schicksalstragödie, in die Kinos. Der Film behandelt den Zustand der Vergangenheitsbewältigung in der Nachkriegszeit und wurde deshalb von der Öffentlichkeit und der Kritik abgelehnt.
      In dem Film „Rosen für den Staatsanwalt“ kauft der Staatsanwalt (Martin Held) verstohlen eine „Nationalzeitung“
      Zur National Zeitung in Wikipedia:
      Die National Zeitung (Deutsche Soldaten-Zeitung) …Vor dem Hintergrund des Koreakrieges, des sich verschärfenden Kalten Krieges und der Diskussion über die deutsche Wiederbewaffnung fand das Vorhaben finanzielle Unterstützung durch die CIA.
      …Peter Dudek und Hans-Gerd Jaschke attestieren der DSZ, sie habe „[m]it ihren aggressiv formulierten antikommunistischen und antigewerkschaftlichen Beiträgen, mit Generälen, Offizieren und PK-Berichterstattern als Autoren, die Schlachten und Feldzüge des II. Weltkrieges verherrlichen, Leitbilder der deutschen Frontsoldaten restaurieren und den (geringen) militärischen Widerstand als ‚Vaterlandsverrat‘ diffamieren […] ein aufnahmebereites Publikum unter den ehemaligen Wehrmachtsangehörigen“ gefunden. Diese hätten „ihre soldatischen und nationalistischen Weltbilder bestätigt bekommen: rechtsradikale Vergangenheitsbewältigung durch Rechtfertigung lebensgeschichtlich erworbener Normen- und Wertemuster“. Leugnung und Verharmlosung nationalsozialistischen Terrors hätten die Zeitung beherrscht.[12]
      Unsere „Patrioten“ als Handlanger der westlichen Besatzungsmächte… Dazu das Buch „Wer die Zeche zahlt“ von Frances Stonor Saunders.
      Es waren vor allem die westlichen Besatzungsmächte und da hauptsächlich die USA, die wegen des, von ihnen inzenierten „Kalten Krieges“, und der damit zusammenhängenden Wiederbewaffnung die alten bewährten Nazi-Antikommunisten wieder rehabilitierten und in Amt und Würden setzten. Und ihr mehr als williger Handlanger war Konrad Adenauer „Es kann nicht Gottes Wille sein, daß Deutschland dem Bolschewismus anheim fällt“. Auch dazu das Buch: „Überwachtes Deutschland“ von Josef Foschepoth. Darin wird beschrieben wie Adenauer die Überwachung der West-Besatzer (derer Rechte über dem Grundgesetz standen) übernahm und sogar ausbaute.

      „Überwachtes Deutschland“ von Josef Foschepoth Seite 14:

      …Da die Bundesregierung aus innenpolitischen
      Gründen trotz mehrfacher Aufforderungen der Besatzungsmächte nicht
      bereit und in der Lage war, die bis dahin von den Alliierten durchgeführten Überwachungsmaßnahmen mit Erlangung einer beschränkten Souveränität in vollem Umfang für den Westen zu übernehmen, bestanden die Drei Mächte auf Beibehaltung ihres Rechts zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs in der Bundesrepublik. Bundeskanzler Adenauer schlug daraufhin vor, den Katalog der
      alliierten Vorbehaltsrechte durch einen neuen Überwachungsvorbehalt der Alliierten
      zu erweitern. Das, was das Grundgesetz strikt untersagte, die Beschränkung des Post- und Fernmeldegeheimnisses zu nachrichtendienstlichen Zwecken ohne ein entsprechendes Gesetzes, sollte durch Fortgelten alliierten Besatzungsrechts auch künftig möglich bleiben.

      So bekommt die Bemerkung von Thomas Mann von dem „Antikommunismus als Grundtorheit des 20ten Jahrhunderts“ wieder Bedeutung.

  13. GM sagt:

    Dank für den Artikel und die Links (auch von den Kommentatoren). Vor zwei Wochen hatte ich eine Auseinandersetzung mit einem Sekretär der evangelischen Akademie Tutzing. Er kam mir wieder mit der allein russischen Schuld am Syrienkonflikt, Ukraine, Krim etc.. Wir haben uns gehakelt. Auffällig war eine Art Blindheit den Interessen und Aktionen der USA/Westen gegenüber. Die Blindheit scheint mir von der lebenslangen Erfahrung des eigenen Vorteils in dieser festgefügten westlichen „Wertegemeinschaft“ mit andauernden Ölfluß bedingt zu sein. Am Ende wird Alles so hingedreht, dass der eigene Lebensweg und die 70 Jahre genossenen Vorteile nicht in Frage zu stellen sind. Das wird mit allen Mitteln verteidigt. Ich würde sagen, dass ein guter Teil unserer Gesellschaft so positioniert ist. Unsere Medien bedienen und bestätigen genau diesen Anteil der deutschen Bevölkerung. Sehr gut zusammengefasst war das im Blog mal formuliert: „Deutschland steckt im Mastdarm der USA“. Das ist nicht schön, trifft aber den Zustand sehr gut. Es gibt inzwischen einige wenige Blogs in Deutschland wo „die Zeit danach“ angedacht wird wie hier. Dank.

    • osthollandia sagt:

      Die Blindheit kenne ich. Ich habe einen Bekannten in USA, der schreibt einen Müll ist ist davon überzeugt!

      Zitat: „die ganze welt ist im abruhr, russland ist richtig interessiert in eineem krieg, und putins taten zeigen das, auch china in der sued chinesischen see, iran, und assad.“

      Ich weiß auch nicht, was ich da noch sagen soll. Manchmal mache ich vorsichtige Andeutungen, das Putin jetzt nicht zwingend Russland nach Mexiko verlagert, aber das endet immer nur im Streit.

  14. Argus sagt:

    Als ich mir „diese Liste“ angesehen habe, fragte ich mich, ob es in Syrien überhaupt noch Syrer gibt. Danke Blogwart!
    Noch etwas zu den „illegalen“Russen. Sie haben nicht nur in Syrien völkerechtskonform gehandelt, nach Bitten der syrischen Regierung, sondern auch in Bezug auf die Krim und beim Einmarsch in Afghanistan. Die Krim ging mit überwältigender Mehrheit der Bevölkerung zu Russland zurück. Und die afghanische Regierung hat zweimal die Sowjets um Militärhilfe gebeten (Wikipedia) gegen die Mudjaheddin.
    Dafür hat die Militärallianz gegen Jugoslawien unter Führung der USA das Kosovo ohne Befragung des Volkes einfach separiert und die USA haben ihren größten Stützpunkt in Europa „Camp Bondsteel“ dort errichtet.
    @filer „Gleichberechtigung für die Frauen, Religionsfreiheit und freie Wahlen“
    waren auch in Afghanistan unter der pro-sozialistischen Regierung Gesetz ebenso wie in Libyen und im Irak vor der Invasion des Westens.

    • Filer sagt:

      Wahrscheinlich irren wir uns da; NUR die westliche Demokratie ist wahre Demokratie, alles andere ist Barbarei. Und solange wir das nicht begriffen haben, gehören wir in die rechte Ecke!

      • Hen Dabizi sagt:

        Wenn das so weiter geht, ist es selbst für eine „rote Socke“ wie mich bald eine Ehre von den PC-Deppen in diese Ecke gestellt zu werden.

        • Heli sagt:

          Herzlich willkommen in der „weißen“ Ecke!

          Die Roten sind nämlich inzwischen die Braunen und auf Vernichtung aus. Alles gut außer deutsch, deshalb kann man es gar nicht gründlich genug vernichten. Das ist aber auch Hass gegenüber den „Neu-Migranten“, denn die können ja ohne Deutsche hier nicht ihre Heimat mit Vollversorgung aufbauen.

          Nur Heimat mit dortiger Armut ist doch kein Ziel. Dazu noch kalt und schlechtes Wetter.

          • Horst Kietzmann sagt:

            Warum sollen sich die Roten vom Mainstream die Begriffe klauen lassen.Rot und links ist, wer Politik für’s Volk macht. Punkt.
            Da bleiben neben Wagenknecht und Lafontaine nicht mehr viele.
            Antifa und Antideutsche waren nie rot, sondern immer dagegen, gegen was auch immer, aber nie FÜR das Volk.

          • Horst Kietzmann sagt:

            heli, 29.9.16 um 10:25
            Berichtigung.
            Warum sollen sich die Roten vom Mainstream die Begriffe klauen lassen.
            Rot und links ist, wer Politik für die ärmeren, nicht nur für deutsche Arbeiter, sondern auch für die Menschen, die für 3 Euro Verkaufspreis unsere T-Shorts herstellen macht. Punkt.
            Da bleiben neben Wagenknecht und Lafontaine nicht mehr viele.
            Antifa und Antideutsche waren nie rot, sondern immer dagegen, gegen was auch immer, aber nie FÜR die arbeitende Bevölkerung.

          • Heli sagt:

            Horst,
            natürlich kannst Du Dich dagegen wehren, dass Begriffe „geklaut“ werden.
            Natürlich kannst Du Dich schützend vor Politiker stellen, die Politik für’s Volk machen wollen. Für’s Volk , wofür sie ja gewählt sind und vom Volk bezahlt werden.

            Stell Dir vor, die finde ich auch sogar richtig gut, nur sind sie halt machtlos, weil es nur ganz wenige sind.

            Ich habe mir teilweise die Broschüre:
            https://3oct.net/wp-content/uploads/2016/09/03oct-Brosch%C3%BCre-gegen-die-Einheitsfeierlichkeiten.pdf
            zu Gemüte geführt.

            SOLIDARITY WITHOUT LIMITS !!!!!

            Dann habe ich runtergescrollt zu den Autoren. Toll! Wahnsinnig wogegen man in einem Land sein kann, in dem man trotz allem versorgt ist, wenn nicht, besetzt man Häuser und bekämpft die „Bullenschweine“. Sie können das ungestraft machen und niemand von „links“ weit und breit, der sich davon wirklich distanziert. Keiner will nämlich abgefackelt werden oder einen Stein an den Kopf bekommen , weil er den Verrätern zugerechnet wird. Alles „Kapos“ in der Hölle des von ihnen angestrebten „Paradieses“. Dieses Paradies muss natürlich von deutschen „Schweinen“ und den bekämpfenswerten assimilierten Schweinen finanziert werden. Nur Schweine können rassistisch, sexistisch, homophob, antisemitisch, also verdienen sie Sklavenketten um den Hals oder gleich Kopf ab. Kulturfremde dürfen diese Eigenschaften sogar kultivieren, da ist es Bereicherung.

            „Antiromaismus!!! “ Internationalismus! Die „Richtigen“ haben alle lieb, nur nicht die, die sie mit dem Feindetikett versehen! Das ist der Spießer, der auf dem Bau schuftet, Nachtdienst im Krankenhaus macht und sein Handwerk beherrscht.
            Deshalb ist ihre Hate-speech als Love-Speech bewertet und bleibt von Links unterstützenswert. Gender-mainstreaming, das absolute Plem-plem-Projekt, das die wunderbare Nie-genug-Eigenschaft hat, wird von links als progressiv betrachtet und überall buchstäblich gewaltsam durchgedrückt. Sie bezeichnen andere als Arschlöcher, sind aber nicht intelligent genug, zu kapieren, dass der Andere im Spiegel kein Anderer ist.

            Dass diese Typen programmiert sind, steht wohl außer Frage. Die amerikanischen Think-Tanks haben ganze Arbeit geleistet. Wir verwenden für die gesellschaftszerstörenden Agenda-Punkte ja nur englische Begriffe, damit die armen deutschen Underdogs vielleicht nicht so recht kapieren, wie sie gerettet werden sollen.

          • Horst Kietzmann sagt:

            zu Heli am 30.9. um 9:25
            Grenzenlose Solidarität, sozusagen als Blancocheck, egal was sie tun, grenzt schon an masochistischem bis selbstmörderischem Verhalten. „Erkenne dich selbst“, haben sie sich nicht auf ihre Fahne geschrieben, können somit auch nicht ihre wirklichen Feinde erkennen.
            Aber ist so ein Verhalten links?
            Oder nur dumm?
            Du schreibst:
            „Sie bezeichnen andere als Arschlöcher, sind aber nicht intelligent genug, zu kapieren, dass der Andere im Spiegel kein Anderer ist.“
            Wenn dem so ist, scheint die Selbsterkenntnis für sie eine vernachlässigbare Größe zu sein.
            Aber das gilt auch für Rechte, ist kein typisch linkes Verhalten. Ob Rechts- oder Linksfaschismus, es braucht immer einen Mangel an Denkfähigkeit, um da mitmischen zu können. Und das garantiert unser Schulsystem.

  15. Filer sagt:

    Als ich den Leitartikel gelesen hatte, dachte ich so:“ Genau das ist auch mein Bedenken, in Syrien wird (wieder einmal) ein Volk vernichtet und niemanden „kratzt“ es ernsthaft. Haben wir uns schon an die Millionen Toten gewöhnt?“ Wenn man sich die „Talgschaus“ mit den sich für elitär haltenden und beklatschten Dumpfbacken der Nation so anschaut, kann man das vermuten.
    Jegliche Rechtfertigung für das maßlose Zerbomben eines Volkes mit säkular gewählter Regierung (2014 wurde die syrische Botschaft in den USA geschlossen, um zu verhindern, dass syrische Bürger dort ihre Stimmen zur Wahl des Präsidenten abgeben konnten!) muss herhalten, mag sie auch noch so aberwitzig sein. Als das Parlament der Krim mit großer Mehrheit für den Anschluss an Russland gestimmt hat, ging der Aufschrei der „erschütterten“ und enttäuschten Bewahrer der Gerechtigkeit ins Uferlose. Enttäuscht deshalb, weil Putin sie um einen prima Anlass für den Griff zum roten Alarmknopf gebracht hat. Völkerrechtler wurden rasch beauftragt, die passende Begründung wenigstens für eine zukünftige Eiszeit mit Russland zu finden- da muss doch noch was gehen! So wie Daniele Ganser die Ursachen dieser Angriffskriege geduldig immer wieder darstellt, und Falkenauge ja auch belegt hat, war schon lange die Lunte gelegt (hier auch sehr gut mit Datenmaterial ausgeführt: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP12914_250814.pdf ). Zum Abschuss freigegeben und alle machen mit!
    Warum schreit keiner dieser „Gerechtigkeitsfanatiker“ im Fall von Syrien auf? Putin hat keine Bomben geworfen, um seine Ziele zu erreichen, ist aber ein „2. Hitler“! Es wären ja sowieso nicht die guten Bomben gewesen….
    Warum ließ man die Syrier nicht entscheiden, ob sie Assad weiter folgen wollen oder sich lieber die westliche „Demokratie“ mittels Bomben ins Land holen wollen? Aber warum sollten sie Letzteres auch wollen- denn erstaunlich war es schon, was ab und zu aus diesem unbekannten und so fernen Land bis zum amerikanischen Durchschnittsbürger durchsickerte, z. B. dass die syrische Verfassung Gleichberechtigung für die Frauen, Religionsfreiheit und freie Wahlen für jeden arabischen Bürger garantiert!
    Und nun fließen literweise die „Krokodilstränen“!
    Dazu passend auch das „spontane“ Verlassen der igitt angewiderten Vertreter von England, USA und Frankreich des Saales, als der syrische UN-Botschafter (s. Leitartikel) seine Rede begann und klarmachte, dass die syrische Regierung bereit ist, zurück zum Anfang – Genf- zu gehen und den Dialog wieder aufzunehmen, aber nicht taub, stumm oder blind. Das ist natürlich frech!

    So wie dieses Blog oder hier seit längerem die tatsächlichen Urheber und Helfershelfer beim Namen genannt hat, kann man die Gründe für diesen nicht wahnwitzigen und Millionen Menschenleben kostenden Bombenterror grob auf zwei herunterbrechen: unendliche Gier nach Rohstoffen (damit verbunden ein selbstüberschätzender Machtanspruch der USA) und ein nicht erklärter Stellvertreterkrieg der USA gegen den alten Erzrivalen Russland, hoffend, dass die Gelegenheit noch nie so günstig war wie jetzt. Ergebnis: das Ende dieser Welt!

    • Filer sagt:

      Bei „….kann man die Gründe für diesen nicht wahnwitzigen …“, da muss „nicht“ weggedacht werden:-).

  16. Rainer sagt:

    Das beste finde ich immer die im Radio erwähnte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“. Was vebirgt sich dahinter? Der Wiki-Artikel dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Syrische_Beobachtungsstelle_f%C3%BCr_Menschenrechte. Laut Wiki ein Exil-Syrer, der in London lebt und gegen die Baath-Partei Assads ist. Stimmen die Wiki-Infos, gilt: Sehr glaubwürdig, objektiv und vor allem nah am geschehen…

  17. Falkenauge sagt:

    Der Ex-Nato-Oberbefehlshaber Wesley Clark berichtete 2007 in einem Interview, ihm sei wenige Tage nach 9/11 im Pentagon ein Memory gezeigt worden, nach dem 7 ehemalige Partnerländer der UdSSR innerhalb von 5 Jahren angegriffen werden sollten: „angefangen mit dem Irak, dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und schlussendlich Iran.“

    Der ehemalige französische Außenminister Roland Dumas ergänzte 2013 in einem Interview die Szenerie mit dem Planungs-Beitrag des Imperialismus-Komplizen Großbritannien. Zwei Jahre vor den Gewaltausbrüchen in Syrien, also 2009, hätten ihm britische Spitzenbeamte in London mitgeteilt, Großbritannien bereite die Organisation einer Invasion von Rebellen in Syrien vor. Er sagte wörtlich:

    „Dieser Vorgang (in Syrien) geht weit zurück. Alles war vorbereitet, vorausberechnet und geplant … in dieser Region ist es wichtig zu wissen, dass das syrische Regime eine sehr anti-israelische Haltung hat. … Nach diesem Schema bewegt sich alles, was in der Region geschieht, und ich habe dies vom ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten, der mir sagte: ´Wir werden versuchen, wieder mit unseren Nachbarn auszukommen, aber diejenigen, die nicht mit uns einverstanden sind, werden vernichtet´“.
    Siehe:
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/02/22/der-vom-westen-besorgte-buergerkrieg-in-syrien/

  18. Hen Dabizi sagt:

    Die aktuelle Hymne der „Wertegemeinschaft“:
    Denn heute gehört uns Vietnam, Korea, Irak, Libyen, … und morgen die ganze Welt (einschließlich Syrien).
    Hans Baumann und die SA haben da 1932 schon mal „was vorbereitet“.
    Ehrlicher weise muss man anmerken, dass den eigentlichen Drahtziehern die „Welt“ ohnehin schon gehört, denn Geld regiert die Welt. Nur braucht die Ausbeutungsmaschinerie Tod und Zerstörung als „Schmiermittel“, um eine Marktsättigung zu verhindern. Die europäische „Flüchtlingsindustrie“, die sich gnadenlos am Elend der zuvor höchstselbst ausgebomten Menschen bereichert, zeigt doch die „Werte“, um die es geht. Dinge wie Wahrheit, Völkerrecht oder gar Verstand behindern das „Wachstum“ und sind mit allen Mitteln zu vernichten. Deshalb puddert man den Medienmogulen (Wahrheit), den NGOs (Völkerrecht) und Bildungsverhinderern, die hier ja schon bis zum Erbrechen enttarnt wurden, (Verstand) den Arsch mit der inflationär „produzierten“ Kohle. Die Deppen bilden sich dann ein, sie könnten in die „Oberliga“ aufsteigen. Aber unbrauchbare Reste von hochgelobten Handlangern werden in der Regel pysisch „entsorgt“.

    • Filer sagt:

      Gut zusammengefasst, Hen!

    • boro sagt:

      können wir bitte in diesem und auch in weiteren Fällen die achso böse Nazikeule weglassen- Ihr habt sicher Recht in der Beurteilung des Ist-Zustands– aber eine Beurteilung des seit xx Jahren verfälschten Geschichtsbilds steht Euch- und auch mir- nicht ansatzweise zu- dazu solltet Ihr einfach lesen und verstehen- vielleicht auch reden mit ganz alten Männern- oder ersatzweise Frauen.
      Die Welt ist für alte Männer nicht nur schwarz oder weiss- lasst bitte einfach die Nuancen zu- wir sollten über der pupertären Nachplapperphase stehen in unserem Alter.

      • Hen Dabizi sagt:

        Ich weiß zwar nicht welche „Nazikeule“ da jetzt gemeint wäre, aber ich kann jetzt nur kurz antworten, weil ich zu einer ganz alten Sozialistin (fast 90) und einem noch älteren (>90) Emigranten und Heimgekehrten den allwöchentlichen Kaffee trinke gehe. Zum „pupertären Nuancenstudium“ 😉

  19. Horst Kietzmann sagt:

    Mensch altermann, war der Kommentar gut!!

  20. Oliver sagt:

    Letzte Rettung des politischen Kabaretts (wusste garnicht, daß die auch sowas kann):

    Lisa Fitz: Die NATO ist eine Agressionsmaschine geworden
    https://www.youtube.com/watch?v=LURMhZtpoWw&feature=youtu.be

    Syrien:
    Wer sind die „White Helmets“?
    https://diewirklichewirklichkeit.com/2016/09/25/wer-sind-die-white-helmets/

    • eudlinks sagt:

      Sackelzement, dafür aber Daumenhoch Lisa! I dad Di ja glei so gern drugga, aber da bi i leider z’oid.
      Vom 19.9. und ich hab’s erst jetzt gesehen, Danke Oliver!

    • Argus sagt:

      Wunderbar, Lisa Fitz! Ich liebe ihre (wenigen) Auftritte. Fragt sich nur, wann sie wieder den Mund verboten kriegt. Das war schon einmal so, als sie gegen die NWO der USA auftrat. Danach durfte sie nur noch „unpolitisch“ sein.
      Auch „Die Anstalt“ (Uthoff und v. Wagner) war einmal gut. Sie sind wie die meisten Kabarettisten komische Comedians geworden. Wahre Kabarettisten sind noch Georg Schramm und Volker Pispers.

      • Eugen sagt:

        Mit dem Abgang Urban Priol in der Anstalt und dem freiwilligen ? Abgang Volker Pispers bei WDR 2, hier hatte er wenigsten 2 Minuten gehabt, sind die besten Kabarettisten weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden. Schade, Schade.

        Ersetzt wurde Pispers durch Nils Heinrich, der sondert den mainstream Quatsch ab, Sein Lieblingsthema „Rechte “

        Kabarett gegen die Opposition im Sinne der Herrschenden , welch ein Mut. Aber Ihm kanns egal sein, Geld aus dem Zwangsgebühren GEZ Füllhorn dürfte eine üppige Aufwandsentschädigung für den Mist sein. Ganz nach dem Motto: Dessen Brot ich esse dessen Lied ich singe.

        • Blogwart sagt:

          Kabarett gegen „Rechts“ ist ja was ganz Tolles. Da kann man bestimmt von Heiko noch Staatsknete bekommen.

        • Milu sagt:

          Das mit den Zwangsgebühren könnte auch bald vorbei sein.
          Das Tübinger Landgericht hat sich wieder damit auseinder
          gesetzt und geurteilt:
          http://norberthaering.de/de/27-german/news/688-swr-urteil
          Es gibt in wichtigen Positionen noch Menschen mit Rückrad.

          • Eugen sagt:

            Milu besten Dank für die Info.
            Das ist ja ein sensationelles Urteil und gibt Anlass zur Hoffnung, daß es doch noch so etwas wie Gewaltenteilung in Deutschland geben könnte.
            Bis jetzt sind alle Klagen gegen die GEZ-Gebühr abgewiesen worden.
            Diese Nachricht hat es verdient weiter verbreitet zu werden.

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